Wo Craps in Deutschland 2026 auf den Tisch kommt – Lizenzlage, Spielauswahl und Kosten im Überblick

Aktuell für September 2026
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Craps ist in Deutschland ein Nischenspiel. Wer es sucht, landet nicht bei den üblichen Verdächtigen aus der Slot-Welt, sondern an einem schmalen Rand des Marktes – dort, wo die Erlaubnis für Tisch- und Live-Spiele vergeben wird und nicht die bundesweite Genehmigung für virtuelle Automatenspiele. Die Werbung spricht eine andere Sprache; was übrig bleibt, wenn man sie wegnimmt, ist eine überschaubare Auswahl und eine Lizenzlage, die Spieler besser verstehen, bevor sie einzahlen.

Nahaufnahme eines Craps-Tisches mit zwei Würfeln und mehreren Setzfeldern.
Beim Come-Out-Wurf verliert die Pass-Line-Wette sofort bei den Würfelzahlen 2, 3 oder 12.

Stand: 23 September 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sowie deren Tätigkeitsbericht 2025.

Inhaltsverzeichnis
  1. Die Rangfolge der acht Anbieter – was sie unterscheidet
  2. Was Craps eigentlich ist – Funktionsweise und Grundprinzip
  3. Die Rechtslage in Deutschland – warum Craps eine Sonderstellung hat
  4. Verantwortungsvolles Spielen – was Werkzeuge leisten und was nicht
  5. Spielauswahl bei den acht Anbietern – was Craps-Spieler tatsächlich finden
  6. Wie teuer ein Craps-Bonus wirklich wird – die Volumenrechnung
  7. Die acht Anbieter im Einzelnen
  8. Häufige Fragen

Die Rangfolge der acht Anbieter – was sie unterscheidet

Eine Craps-Tischrunde im Live-Casino ist in Deutschland selten, und eine offizielle Empfehlung „Anbieter X für Craps“ gibt die GGL nicht. Die folgende Übersicht ordnet acht Plattnen danach, welche Erlaubnis sie tragen und ob Craps auf ihnen tatsächlich angeboten wird. Der Vergleich ist seitlich, nicht hierarchisch – wer sich für Craps interessiert, sieht auf einen Blick, welche der acht eine Erlaubnis für Tisch- und Live-Spiele haben und welche nicht.

Anbieter Lizenzstatus (GGL-Whitelist) Craps verfügbar Beworbene Konditionen
JackpotPiraten GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (DGGS mbH) nicht belegt
BingBong GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (DGGS mbH) nicht belegt
DIE SPIELBANK Whitelist-Eintrag eines Landes, Slots-Erlaubnis (Sächsische Spielbanken GmbH & Co. KG) laut Listungen Dritter
Merkur Whitelist, Online-Casinospiele-Erlaubnis eines Landes (Merkur Bets Malta, Schleswig-Holstein) nicht belegt
Tipico Games GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (Tipico Games Limited) nicht belegt
Wunderino GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (Megapixel Entertainment Limited) nicht belegt
Ice Casino nicht auf der GGL-Whitelist, Curaçao-Lizenz (WhiteBox B.V.) laut Listungen Dritter 40× Rollover auf Einzahlungsbonus, 35× auf Freispiel-Gewinne
Slottica nicht auf der GGL-Whitelist, Curaçao-Lizenz (Atlantic Management B.V.) nicht belegt

Die Spalte „Craps verfügbar“ trägt nur, was Drittlistungen berichten – Art of Craps, Beste Online Casinos, Casinospiele.de für DIE SPIELBANK; games.evolution.com für Ice Casino. Was keine dieser Quellen nennt, bleibt offen: keine Bestätigung, keine Verneinung.

Bei den Inlandsmarken fällt auf, dass fast alle eine Slot-Erlaubnis tragen, nicht die Tischspiel-Erlaubnis. Die Ausnahme ist Merkur – und selbst dort ist Craps nicht ausdrücklich belegt. Bei den Offshore-Marken ist die Lage einfacher: keine von ihnen steht auf der Whitelist, was die Erlaubnisfrage in Deutschland für jede einzelne von ihnen gleich beantwortet.

Was die Spalten zusammengenommen ergeben

Eine Tabelle dieser Art beantwortet zwei Fragen, die eine Werbung offenlässt. Erstens: Wer darf in Deutschland Tisch- und Live-Spiele überhaupt anbieten? Die Antwort steht in § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 und führt zu einer kurzen Liste von Erlaubnisinhabern auf Landesebene. Zweitens: Welche dieser Inhaber tatsächlich Craps im Portfolio führen? Hier antwortet die Tabelle vorsichtig – sie zeigt, was Listungen Dritter nennen, und markiert, wo Belege fehlen.

Eine echte „Top 8 Craps-Casinos“ gibt es auf dem deutschen Markt nicht – die Auswahl ist zu schmal, die Lizenzlage zu heterogen, und die Whitelist-Logik zu rigide. Was bleibt, ist eine Seite der Möglichkeiten, nicht eine Rangliste der Gewinner.

Was Craps eigentlich ist – Funktionsweise und Grundprinzip

Craps wird mit zwei sechsseitigen Würfeln gespielt. Eine Runde beginnt mit dem Come-Out-Wurf, dem Eröffnungswurf. Wer auf die Pass-Line gesetzt hat, gewinnt sofort, wenn eine 7 oder 11 fällt – das sind die sogenannten Naturals. Verliert sofort, wer auf 2, 3 oder 12 gesetzt hat; diese Würfe heißen „Craps“ und bringen den Wurf zum Shooter zurück, ohne dass der Punkt festgelegt wird. Fällt eine 4, 5, 6, 8, 9 oder 10, wird die Zahl zum „Point“; der Point muss nun vor einer 7 erneut gewürfelt werden, damit die Pass-Line gewinnt. Sieht der Tisch stattdessen zuerst die 7 („Seven Out“), verliert die Pass-Line.

Nahaufnahme zweier rollender Würfel auf einem grünen Spieltisch.
Beim Come-Out-Wurf gewinnt die Pass-Line-Wette sofort bei einer 7 oder 11.

Die Pass-Line zahlt 1:1 und trägt einen Hausvorteil von 1,41 %. Wer die Gegenposition sucht, findet sie in der Don’t-Pass-Wette – ebenfalls 1:1, aber mit 1,36 % Hausvorteil die statistically günstigste Wette am Tisch. Die Come-Wette verhält sich exakt wie die Pass-Line (1,41 % Hausvorteil), die Don’t-Come-Wette spiegelt die Don’t-Pass (1,36 %). Wer nach dem Festlegen des Points zusätzlich hinter seinen Einsatz Odds-Wetten setzt – die einzigen Wetten am Craps-Tisch ohne Hausvorteil –, kann den effektiven Vorteil weiter drücken.

Die Place-Wetten auf 6 und 8 zahlen 7:6 bei 1,52 % Hausvorteil; auf 4 und 10 zahlen sie 9:5, allerdings mit 6,67 % Hausvorteil – einer der höchsten unter den Standardwetten. Auf 5 oder 9 zahlt die Place-Wette 7:5 bei 4,00 %. Die Any-Seven-Wette (4:1, 16,67 % Hausvorteil), Any Craps (11,11 %), die „Yo“-Wette auf den Wurf 11 (11,11 %) und die Hardways (9,09–11,11 %) sind die Hochrisiko-Beimischungen am Tisch, mit Quoten, die im einen Fall das 30-fache zahlen (Snake Eyes, 13,89 % Hausvorteil), im anderen nur even money (Big 6 und Big 8).

Diese Mechanik ist der Grund, warum Craps in Online-Casinos selten als eigenes Produkt auftaucht. Der Hausvorteil ist über die meisten Wetten sehr niedrig, und wer die Odds hinter Pass oder Come setzt, kann den effektiven Vorteil rechnerisch fast auf null drücken. Live-Tische brauchen einen Dealer und ein mehrstelliges Layout; RNG-Umsetzungen ohne Stickman sind rar. Beides schmälert die kommerzielle Attraktivität – und damit das Angebot.

Der Come-Out-Wurf als Einstieg in jede Runde

Der Come-Out-Wurf entscheidet, ob die Runde im selben Wurf endet oder in eine Point-Phase übergeht. Sieben von elf möglichen Würfen – die sieben Naturals (7, 11) und die drei Craps (2, 3, 12), wobei die 12 als „Boxcars“ bezeichnet wird – schließen die Wette sofort ab. Die übrigen sechs Würfe öffnen eine zweite Phase, deren Länge variabel ist: im Mittel sind drei bis vier weitere Würfe nötig, bis entweder der Point wiederkehrt oder die 7 fällt.

Für Spieler heißt das: Wer nur Pass-Line setzt, hat in etwa 244 von 495 Würfen eine Entscheidung (7, 11 oder Craps beim Come-Out), in den restlichen Würfen wartet er auf die Point-Auflösung. Die durchschnittliche Rundendauer liegt bei rund zwei Würfen nach dem Come-Out.

Die Rechtslage in Deutschland – warum Craps eine Sonderstellung hat

Deutschland unterscheidet zwei Erlaubnistypen, die für Craps direkt relevant sind. Die bundesweite Genehmigung für virtuelle Automatenspiele (§ 9 Abs. 8 GlüStV 2021) deckt Online-Slots und Instant-Win-Spiele ab – sie wird von der GGL in Halle an die Saale vergeben und in einer Whitelist geführt. Die Erlaubnis für Online-Casinospiele (§ 22a Abs. 11 GlüStV 2021) – also Tisch- und Live-Spiele wie Roulette, Blackjack und Craps – wird nicht von der GGL, sondern von einem einzelnen Land vergeben und gilt nur in diesem Land.

Nahaufnahme einer gedruckten Anbieterliste neben einem amtlichen Prüfsiegel.
Die GGL-Whitelist verzeichnete zum Stand 07.09.2026 insgesamt 166 Einträge, davon 34 unter virtuelle Automatenspiele.

Die Whitelist der GGL (Stand 07.09.2026, 166 Einträge) führt unter der Kategorie g-id 6 „Virtuelle Automatenspiele“ 34 Einträge, unter g-id 7 „Online-Poker“ 5 Einträge und unter g-id 5 „Sportwetten“ 27 Einträge. Unter g-id 3 „Online-Casinospiele“ stehen nur 5 Einträge – und alle 5 sind Land-Erlaubnisse, keine GGL-Erlaubnisse: Merkur Bets Malta, NOVOLINE.DE GmbH, Skill On Net und Tipico Karlsruhe (alle Schleswig-Holstein) sowie die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung (Bayern).

Die praktische Konsequenz: Eine Plattform mit reiner Slot-Erlaubnis darf kein Roulette anbieten, kein Blackjack und kein Craps. Werbung mit dem Etikett „Online Casino“ ist ihr nach § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 ausdrücklich untersagt. Das ist der Grund, warum JackpotPiraten, BingBong, Tipico Games und Wunderino – allesamt Slot-Erlaubnisinhaber – in der Craps-Frage nicht als „Casino“ auftauchen können, auch wenn sie im Markt als solche wahrgenommen werden.

Marktdaten und Kanalisierung

Die Spieleinsätze bei virtuellen Automatenspielen lagen nach dem Marktmonitor der GGL im Q1 2026 bei 1.201 Mio. € und im Q2 2026 bei 1.214 Mio. €. Die Zahl sagt nichts über Craps – sie zeigt, wie groß das Slot-Segment ist, gegen das die Tisch- und Live-Spiele an Gewicht verlieren. Im selben Bericht beziffert die GGL den nicht regulierten Anteil am Online-Glücksspielvolumen für 2024 mit 23 %, entsprechend einer Kanalisierungsquote von 77 %. Für 2025 weist die Behörde keine eigenen Zahlen zur Größe des illegalen Marktes aus.

Limits und Spielerschutz – was für Craps-Spieler gilt

Die Limits für Tisch- und Live-Spiele sind im GlüStV 2021 nicht so granular definiert wie für Slots, weil sie ohnehin nur in Land-Erlaubnissen angeboten werden dürfen. Was übergreifend gilt: Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Monat, geprüft über die LUGAS-Aktivitätsdatei; OASIS ist die zentrale Sperrdatei, die jeder lizenzierte Anbieter abfragen muss; eine vollständige KYC-Prüfung erfolgt vor der ersten Wette. Parallel-Spiel ist verboten, anonyme Zahlungen sind ausgeschlossen, Kryptowährungen werden von keinem lizenzierten Anbieter akzeptiert – Zahlungen müssen von einem Konto auf den Namen des Spielers bei einem EU-regulierten Zahlungsdienstleister kommen (§ 6b Abs. 4 GlüStV).

Die seit 1. Juli 2026 geltende Slot-Staffel – 1 € pro Spin als Basis, 3 € für Spieler ab 21, 5 € ab 21 nach 90 Tagen Qualifikation – betrifft Craps nicht direkt, weil sie nur für virtuelle Automatenspiele gilt. Sie schafft aber einen Kontrast: Wo Slots streng gedeckelt sind, tragen Tischspiele ihre eigenen Limits, oft deutlich höher. Der 5-Sekunden-Mindestabstand zwischen Spielen, eine langjährige GlüStV-Regel, gilt auch an Live-Tischen.

Straffreiheit und Strafbarkeit

Unauthorisiertes Glücksspiel ist in Deutschland eine Straftat. § 284 StGB bedroht das Veranstalten mit bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe; § 285 StGB die bloße Teilnahme mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Die Vollzugs­praxis zielt auf Anbieter, nicht auf Spieler – das entlastet den Spieler aber nicht rechtlich, und es ist auch keine Geschäftserlaubnis.

Die GGL veröffentlicht eine Whitelist, keine schwarze Liste. Wer einen Anbieter prüft, muss selbst in der Whitelist nachsehen – eine direkte Aussage „Anbieter X ist illegal“ liefert die Behörde nicht. Die belastbare Formulierung lautet: „X ist nicht in der Whitelist der GGL geführt (Stand …)“.

Verantwortungsvolles Spielen – was Werkzeuge leisten und was nicht

Die Werkzeuge, die das deutsche System für Craps-Spieler vorsieht, sind überwiegend plattformübergreifend – sie wirken unabhängig davon, ob gerade Slots, Roulette oder Craps gespielt werden. OASIS (die Spielersperrdatei) sperrt den Spieler bei jedem lizenzierten Anbieter gleichzeitig; die Sperre wird von einer Landesbehörde eingetragen und gilt für mindestens ein Jahr. LUGAS (Limitdatei und Aktivitätsdatei) überwacht das 1.000-€-Monatslimit anbieterübergreifend; ein Spieler, der bei Anbieter A bereits 800 € eingezahlt hat, sieht bei Anbieter B nur noch 200 € Spielraum, unabhängig von der Spielekategorie.

Auf der einzelnen Plattform kommen Limits hinzu, die der Anbieter selbst setzt: Einzahlungsdeckel pro Tag, Woche oder Monat unterhalb des 1.000-€-System­limits; Verlustlimits; Sitzungszeiten; Realitäts-Checks. Diese Werkzeuge sind freiwillig – wer sie nicht aktiviert, läuft mit dem Standardlimit. Bei Offshore-Anbietern ist keines dieser Werkzeuge verpflichtend; OASIS und LUGAS greifen dort nicht, und die Einhaltung des Monatslimits hängt allein an der Selbstkontrolle des Spielers.

Die Reichweite der Werkzeuge ist ihre Stärke und ihre Grenze. Eine Sperre über OASIS hilft nur, wer im lizenzierten System spielt; ein 200-€-Tageslimit auf einer Offshore-Plattform verhindert nicht, dass am nächsten Tag eine neue Plattform ohne Limit eröffnet wird. Der wirksamste Hebel bleibt die Wahl der Plattform – die Werkzeuge sind nachgelagert.

Spielauswahl bei den acht Anbietern – was Craps-Spieler tatsächlich finden

Die Spielauswahl ist das schmalste Brett in dieser Übersicht. Nur zwei der acht Anbieter – DIE SPIELBANK und Ice Casino – tauchen in Craps-Listungen Dritter auf, und in beiden Fällen beruhen die Nennungen auf Drittquellen, nicht auf dem eigenen Angebot der Anbieter. Für die übrigen sechs gibt es keine belastbare Bestätigung.

DIE SPIELBANK – Land-Erlaubnis Sachsen, Craps über Drittlistungen

Die Sächsische Spielbanken-GmbH & Co. KG betreibt DIE SPIELBANK mit einer Erlaubnis „seit dem 03.11.2022“, erteilt vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt. Die Plattform ist auf der Whitelist unter virtuellen Automatenspielen eingetragen – eine Tischspiel-Erlaubnis für Sachsen ist damit nicht ausgeschlossen, sie ist nur nicht in der GGL-Whitelist unter g-id 3 aufgeführt. Listungen Dritter nennen Craps im Portfolio; was die Plattform selbst zeigt, ist von dieser Seite nicht belegt.

Für einen Spieler in Sachsen ist DIE SPIELBANK die nächstliegende Adresse mit Land-Erlaubnis; für Spieler außerhalb Sachsens ist die Verfügbarkeit an die jeweilige Land-Erlaubnis gebunden, und die Plattform ist nicht in jedem Bundesland erreichbar.

Ice Casino – Offshore, Curaçao-Lizenz, Craps nur über Drittlistungen

Ice Casino wird laut WhiteBox B.V. (Curaçao, Company Number 155412) betrieben. Eine deutsche Erlaubnis besteht nicht; der Anbieter steht nicht auf der GGL-Whitelist und ist weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Drittlistungen (games.evolution.com) nennen Craps als Teil des Live-Portfolios; eine Bestätigung durch den Anbieter selbst liegt nicht vor.

Die beworbenen Konditionen – 40-facher Rollover auf den Einzahlungsbonus, 35-facher Rollover auf Gewinne aus Freispielen – sind hohe Anforderungen. Eine Volumenrechnung zeigt, was das für einen Standardbonus bedeutet.

Die übrigen sechs – keine belastbare Craps-Bestätigung

JackpotPiraten, BingBong, Tipico Games und Wunderino führen eine Slot-Erlaubnis der GGL und dürfen Tischspiele wie Craps nach § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 nicht anbieten. Eine Bestätigung „Craps ist verfügbar“ wäre in diesem Rahmen rechtlich ausgeschlossen – die Plattformen zeigen Slots von einer breiten Herstellerbasis, kein Roulette, kein Blackjack, kein Craps.

Merkur trägt eine Online-Casinospiele-Erlaubnis eines Landes (Schleswig-Holstein) – die einzige der Inlandsmarken mit dieser Berechtigung – und dürfte Tisch- und Live-Spiele anbieten, sofern das Land die Erlaubnis nicht auf bestimmte Spiele eingrenzt. Eine belastbare Bestätigung für Craps liegt nicht vor.

Slottica, ebenfalls Curaçao-lizenziert über Atlantic Management B.V. (OGL/2024/1060/0472), steht nicht auf der GGL-Whitelist. Craps-Listungen Dritter nennen die Plattform nicht.

Was die Spielauswahl kostet

Die schmale Auswahl hat zwei Preise. Erstens: Ein Spieler, der Craps im Inland spielen will, hat wenig Auswahl und ist auf einen oder zwei Anbieter angewiesen. Zweitens: Wer ausweicht, landet fast zwangsläufig bei einem Offshore-Anbieter – mit allen Konsequenzen für Spielerschutz, Zahlungswege und Konfliktfall. Die Werbung der Offshore-Seite suggeriert Vielfalt; die Realität ist eine Erlaubnisfrage, die offen bleibt, bis der Spieler sie selbst stellt.

Wie teuer ein Craps-Bonus wirklich wird – die Volumenrechnung

Eine beworbene „Boni“ sehen nach Marketing aus; eine Volumenrechnung zeigt, was sie kosten. Ice Casino nennt 40-fachen Rollover auf den Einzahlungsbonus und 35-fachen Rollover auf Freispiel-Gewinne. Setzt ein Spieler 100 € ein und nimmt den vollen Bonus von 100 € mit, sind 200 € Bonusgeld 8.000 € an erforderlichem Umsatz (200 × 40). Bei einer Tischspiel-Runde mit 5 € Einsatz pro Wurf sind das 1.600 Würfe; bei einer Wurfzeit von 30 Sekunden am Live-Tisch sind das 13,3 Stunden reines Spiel.

Der Hausvorteil von 1,41 % an der Pass-Line verändert das Bild. Über 1.600 Würfe mit 5 € Einsatz liegt der erwartete Verlust bei 5 € × 1.600 × 0,0141 = 112,80 €. Ein Spieler, der seinen 100-€-Bonus freispielen will, gibt statistisch 112,80 € aus, um 200 € Bonusgeld in Echtgeld zu verwandeln – das ist ein negativer Erwartungswert im niedrigen dreistelligen Bereich, bevor er den Bonus überhaupt gesehen hat.

Die Rechnung gilt für eine einzelne Annahme – nur das Bonusgeld wird umgesetzt, Odds-Wetten werden nicht genutzt, Place-Wetten mit höherem Hausvorteil werden vermieden. Unter realistischen Bedingungen – gelegentliche Place-Wetten, gelegentliche 7-fach-Odds, gelegentliche Any-Seven mit 16,67 % Hausvorteil – liegt der erwartete Verlust höher. Wer mit niedrigerem Einsatz spielt (1 € pro Wurf), braucht 8.000 Würfe statt 1.600 – und der erwartete Verlust skaliert mit, denn 1 € × 8.000 × 0,0141 = 112,80 €. Die Bandbreite der Zeit, die ein Craps-Bonus in Anspruch nimmt, liegt je nach Einsatzhöhe und Spieltempo zwischen 13 und über 60 Stunden; der erwartete Verlust liegt über dieselbe Bandbreite typischerweise zwischen rund 110 € und über 200 €.

Diese Zahlen sind statistische Mittelwerte über viele Würfe – kein einzelner Spieler wird genau 112,80 € verlieren. Sie zeigen aber das Ausmaß der Volumina, die ein „Bonus“ tatsächlich erfordert.

Die acht Anbieter im Einzelnen

Anbieter Lizenzstatus Craps-Spur Bonus-Bedingungen
JackpotPiraten GGL-Whitelist (Slots) keine Bestätigung keine
BingBong GGL-Whitelist (Slots) keine Bestätigung keine
DIE SPIELBANK Whitelist (Land) Drittlistungen keine
Merkur Whitelist (Land) keine Bestätigung keine
Tipico Games GGL-Whitelist (Slots) keine Bestätigung keine
Wunderino GGL-Whitelist (Slots) keine Bestätigung keine
Ice Casino Curaçao Drittlistungen 40× Rollover (Bonus), 35× (Freispiele)
Slottica Curaçao keine Bestätigung keine

Die folgenden Abschnitte ordnen die acht Anbieter nach der Reihenfolge der Tabelle. Lizenz, Craps-Verfügbarkeit und das, was sie von den anderen unterscheidet, sind die drei Achsen, an denen die einzelnen Bewertungen entlanglaufen.

JackpotPiraten – Slot-Erlaubnis, breite Herstellerbasis

JackpotPiraten wird von DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH betrieben, demselben Unternehmen, das auch BingBong betreibt. Beide Plattformen stehen auf der GGL-Whitelist unter virtuellen Automatenspielen mit bundesweit länderübergreifendem Vertriebsgebiet. Die Erlaubnis deckt Slots ab; Tisch- und Live-Spiele sind nach § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 ausgeschlossen.

Der RTP-Übersicht von BingBong zufolge führt DGGS rund 1.200 Spiele von mehr als 15 Herstellern – ein Indikator für die Slot-Tiefe, die auch JackpotPiraten bietet. Craps ist auf keiner der beiden Plattformen belegt; eine Bestätigung wäre rechtlich ausgeschlossen. Für einen Spieler, der Craps im Inland sucht, ist JackpotPiraten keine Adresse.

BingBong – Slot-Erlaubnis, andere Spielebestand trotz identischem Betreiber

BingBong läuft auf demselben DGGS-Betrieb wie JackpotPiraten, hat aber einen anderen Spielebestand – die RTP-Übersicht nennt rund 1.200 Titel von mehr als 15 Herstellern, die sich von denen auf JackpotPiraten unterscheiden. Die Erlaubnisstruktur ist identisch: GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele, kein Tischspiel.

Für Craps-Spieler ist BingBong aus den gleichen Gründen irrelevant wie JackpotPiraten – die Erlaubnis deckt das Spiel nicht ab. Wer eine der beiden DGGS-Plattformen wählt, wählt sie wegen der Slot-Bandbreite, nicht wegen Craps.

DIE SPIELBANK – Land-Erlaubnis Sachsen, Craps über Drittlistungen — Die acht Anbieter im Einzelnen

Die Sächsische Spielbanken-GmbH & Co. KG betreibt DIE SPIELBANK seit dem 03.11.2022 mit einer Erlaubnis des Landesverwaltungsamts Sachsen-Anhalt. Der Whitelist-Eintrag steht unter virtuellen Automatenspielen; die Plattform ist in Sachsen präsent, in anderen Ländern nur soweit die Land-Erlaubnis reicht. Drittlistungen (Art of Craps, Beste Online Casinos, Casinospiele.de) nennen Craps im Portfolio – eine Bestätigung durch DIE SPIELBANK selbst liegt nicht vor.

DIE SPIELBANK ist die Inlandsmarke mit der vielversprechendsten Craps-Spur – Land-Erlaubnis, Craps-Listungen, ein staatlicher Hintergrund. Wer in Sachsen wohnt oder Zugriff auf die Plattform hat, hat hier den nächsten Anlaufpunkt. Wer außerhalb Sachsens spielt, muss prüfen, ob die Plattform für das eigene Land freigeschaltet ist.

Merkur – Online-Casinospiele-Erlaubnis Schleswig-Holstein, Craps nicht belegt

Merkur Bets Malta Limited hält eine Online-Casinospiele-Erlaubnis nach § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 in Schleswig-Holstein. Damit ist Merkur die einzige der Inlandsmarken, die Tisch- und Live-Spiele wie Roulette, Blackjack oder Craps anbieten darf – die Erlaubnis deckt das Produktportfolio ab, das JackpotPiraten und BingBong fehlt. Eine Bestätigung für Craps im Portfolio liegt nicht vor; die Plattform zeigt das übliche Land-Erlaubnis-Sortiment.

Die Reichweite der Land-Erlaubnis begrenzt die Verfügbarkeit auf Spieler in Schleswig-Holstein. Für Spieler außerhalb des Landes ist die Plattform nicht zugänglich – die Erlaubnis gilt im Land, nicht bundesweit. Craps-Spieler in Schleswig-Holstein haben hier eine realistische Adresse; anderswo bleibt die Plattform unerreichbar.

Tipico Games – Slot-Erlaubnis, kein Craps

Tipico Games Limited hält eine GGL-Whitelist-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Die Plattform gehört zur Tipico-Gruppe, die auch im Sportwetten-Sektor aktiv ist, und führt ein breites Slot-Portfolio. Craps ist nach § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 nicht zulässig – eine Bestätigung wäre rechtlich ausgeschlossen.

Die Bekanntheit der Marke Tipico macht die Plattform für Craps-Spieler attraktiv, die nach einer seriösen Adresse suchen; die Erlaubnisstruktur macht sie für Craps ungeeignet. Wer Tipico wählt, wählt es für Slots und Sportwetten, nicht für Tischspiele.

Wunderino – Slot-Erlaubnis, kein Craps

Megapixel Entertainment Limited betreibt Wunderino mit einer GGL-Whitelist-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Die Plattform zeigt ein typisches Slot-Portfolio ohne Tischspiel-Berechtigung. Craps ist nicht zulässig; eine Bestätigung wäre rechtlich ausgeschlossen.

Wunderino ist eine weitere Inlandsmarke mit Slot-Fokus. Für Craps-Spieler ohne Interesse an Slots ist die Plattform die falsche Adresse.

Ice Casino – Offshore, Curaçao-Lizenz, Craps über Drittlistungen

WhiteBox B.V. (Curaçao, Company Number 155412) betreibt Ice Casino. Eine deutsche Erlaubnis besteht nicht; die Plattform steht nicht auf der GGL-Whitelist und ist weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Drittlistungen (games.evolution.com) nennen Craps als Teil des Live-Portfolios – eine Bestätigung durch den Anbieter selbst liegt nicht vor.

Die beworbenen Konditionen sind hoch: 40-facher Rollover auf den Einzahlungsbonus, 35-facher Rollover auf Freispiel-Gewinne. Die Volumenrechnung zeigt, was das kostet – 8.000 € Umsatz bei einem 100-€-Bonus, etwa 112 € erwarteter Verlust an der Pass-Line über die nötigen 1.600 Würfe. Ohne deutsche Lizenz entfällt der Spielerschutz durch OASIS und LUGAS; Konflikte werden nach Curaçao-Recht verhandelt, nicht nach deutschem Recht.

Slottica – Offshore, Curaçao-Lizenz, Craps nicht belegt

Atlantic Management B.V. (Curaçao) betreibt Slottica unter der Lizenz OGL/2024/1060/0472. Die Plattform steht nicht auf der GGL-Whitelist und hat keinen Anschluss an OASIS oder LUGAS. Craps ist auf der Plattform nicht belegt; die beworbenen Konditionen sind öffentlich nicht spezifiziert.

Slottica ist die zweite Offshore-Marke im Vergleich; der Lizenzstatus unterscheidet sich nicht von Ice Casino, das Craps-Angebot ist schmaler oder nicht belegt. Für einen Craps-Spieler ist die Plattform unter den gegebenen Daten kein Kandidat.

Häufige Fragen

Ist Craps in deutschen Online-Casinos legal spielbar?

Craps fällt unter „Online-Casinospiele“ (§ 22a Abs. 11 GlüStV 2021) und darf nur mit einer Erlaubnis eines einzelnen Landes angeboten werden. Die GGL-Whitelist führt in dieser Kategorie nur fünf Einträge, alle mit Land-Zuständigkeit. Plattformen mit Slot-Erlaubnis – auch wenn sie „Casino“ im Namen tragen – dürfen kein Craps anbieten.

Wann gewinnt die Pass-Line-Wette beim Come-Out-Wurf sofort?

Die Pass-Line-Wette gewinnt sofort, wenn beim Eröffnungswurf eine 7 oder 11 fällt. Diese Würfe heißen „Natural“; die Wette zahlt 1:1.

Bei welchen Würfelzahlen verliert die Pass-Line-Wette sofort?

Die Pass-Line verliert sofort beim Eröffnungswurf, wenn eine 2, 3 oder 12 fällt. Diese Würfe heißen „Craps“; der Wurf geht zurück zum Shooter, ohne dass ein Point festgelegt wird.

Was bedeutet der Begriff Come-Out-Wurf beim Craps?

Der Come-Out-Wurf ist der Eröffnungswurf einer neuen Runde. Er entscheidet, ob die Pass-Line sofort ausgezahlt wird (7, 11), sofort verliert (2, 3, 12) oder einen Point festlegt (4, 5, 6, 8, 9, 10), der vor einer 7 erneut gewürfelt werden muss.

Gibt es Craps als Live-Tisch in deutschen Online-Casinos?

Craps taucht in Drittlistungen für DIE SPIELBANK und Ice Casino auf; eine Bestätigung durch die Anbieter selbst liegt für keine der beiden Plattformen vor. Die Inlandsmarke mit Craps-Spur ist DIE SPIELBANK, deren Erlaubnis auf Sachsen ausgerichtet ist.

Welche Grundwetten gibt es beim Craps neben der Pass-Line?

Neben der Pass-Line sind die Don’t-Pass (Hausvorteil 1,36 %), die Come-Wette (1,41 %), die Don’t-Come (1,36 %), die Place-Wetten auf 6/8 (1,52 %), 5/9 (4,00 %) und 4/10 (6,67 %), die Odds-Wetten hinter Pass/Come (0 %), die Hardways (9,09–11,11 %), die Any-Seven-Wette (16,67 %), die Any-Craps-Wette (11,11 %), die „Yo“-Wette auf 11 (11,11 %) und die Big 6/Big 8 (even money) die üblichen Grund- und Nebenwetten am Tisch.

Verfasst vom Team von „Casino Kostenlos Info”.

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